Der Fluch des Sieges

Der ehemalige Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes, Carmi Gillon, über 50 Jahre israelischer Besatzung.
Von Carmi Gillon |

Vor fünfzig Jahren, zwischen dem 5. und 10. Juni 1967, nahm Israel Jordanien das Westjordanland ab und eroberte von Ägypten den Gazastreifen. Mit dem Sechstagekrieg begann die israelische Besatzung. Carmi Gillon konnte sie während seiner Laufbahn beim Schin Bet, der auch für die palästinensischen Gebiete zuständigen ist, aus erster Hand erleben. Seitdem hat er sich zum Kritiker der Besatzung entwickelt und glaubt, um sie beenden zu können, habe Israel nicht die richtige Führung.

Weiterlesen

Amos Oz: „Nach Kriegsende hatte ich eindeutig das Gefühl, dass es mit dem Sechstagekrieg nicht zu Ende sein würde“

Amos Oz ist einer der einflussreichsten israelischen Schriftsteller. Er ist Mitbegründer von Peace Now; seine Bücher wurden in 37 Sprachen übersetzt. Noch im Jahre 1967 – nach dem Sechstagekrieg – schrieb er (zusammen mit Avraham Shapira) das Buch „Gespräche mit israelischen Soldaten“, das die israelische Gesellschaft aufrüttelte und ganz maßgeblich zu ihrer Spaltung beitrug. Das Buch ist 2017 im Westend-Verlag in einer neuen Ausgabe mit einem neuen Titel erschienen: „Man schießt und weint“.

Hier einige Auszüge aus dem neuen Vorwort von Amos Oz: Weiterlesen

50 Jahre israelische Besatzung – Thementag des KAIROS Palästina-Solidaritätsnetz Deutschland am 27. Mai 2017 – Video-Dokumentation

 

Am Samstag, 27. Mai 2017 organisierte das KAIROS Palästina-Solidaritätsnetz anläßlich des ev. Kirchentages einen Thementag zum Thema: 50 Jahre israelische Besatzung – Wir dürfen nicht schweigen! Dieser Thementag fand – nachdem er im Hotel Aquino Tagungszentrum, Katholische Akademie, nicht stattfinden durfte und das Landgericht einer Einstweiligen Verfügung nicht stattgab – im Evangelisches Gemeindezentrum Marzahn-Nord statt. Weiterlesen

Amnesty-Report 2016/17 „Israel und besetzte Gebiete“

Jetzt liegt der Amnesty-Report 2016/17 „Israel und besetzte Gebiete“ auch online vor. Hier einige Auszüge.
RECHTSWIDRIGE TÖTUNGEN
Israelische Sicherheitskräfte töteten 110 Palästinenser und zwei ausländische Staatsangehörige. In einigen Fällen handelte es sich um rechtswidrige Tötungen, da von den Opfern keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben anderer Personen ausging. Weiterlesen

Große Kundgebung auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv

Ausriss aus Haaretz v. 27.05.2017

Ca. 15.000 demonstrierten am Sonnabend, 27. Mai 2017, auf dem Rabin Square von Tel Aviv gegen die Besatzung und für den Frieden. Die Besatzung sei eine schwere Bürde für Israel, beschädige seine Demokratie und vergifte immer stärker die Beziehungen zwischen Juden und Arabern. Und sie untergrabe jegliche Aussichten auf einen Frieden. „Die Demonstration zeigt, dass in Israel ein großes und einiges politisches Lager existiert, das entschlossen ist, sich für eine bessere Zukunft des Landes einzusetzen.“ So Daniel Sokatch, der Sprecher des New Israel Fund (NIF) und einer der Organisatoren der Demonstration.   Weiterlesen

27. Mai 2017 – Kairos-Palästina-Solidaritätsnetz: 50 Jahre israelische Besatzung – Wir dürfen nicht schweigen!

Am Samstag, 27. Mai 2017 organisiert das Kairos-Palästina-Solidaritätsnetz anläßlich des ev. Kirchentages einen Thementag zum Thema: 50 Jahre israelische Besatzung – Wir dürfen nicht schweigen! Weiterlesen

Hoffnung ohne Inhalt. Trump bekräftigt bei Treffen mit PLO-Chef Abbas Friedenswunsch. Politik der US-Regierung unterstützt indes zionistische Besatzung
Von Knut Mellenthin
Donald Trump will »alles tun«, um einen »dauerhaften Frieden« im Nahen Osten zu erreichen. Das versprach der US-Präsident gestern am zweiten Tag seines Israel-Besuchs bei einem kurzen Fototermin mit seinem palästinensischen Amtskollegen Mahmud Abbas in Bethlehem.  Weiterlesen

Kritik unerwünscht. Leserbriefe wurden nicht veröffentlicht

Am 5. Mai 2017 erschien im Weserkurier, der Zeitung mit einem Quasi-Monopol in Bremen und umzu, ein langes Interview mit Christian Weber, Bremens höchstem politischem Repräsentanten.  Thema: Das Verhältnis zu Israel. Weber äußerte in dem Interview seine bekannte, pointierte und überaus positive Meinung zu Israels gegenwärtiger Regierung und ihrer Politik. Kein Wunder, dass viele Leserinnen und Leser das anders sahen und kritische Leserbriefe schrieben. Der Weserkurier druckte davon keinen einzigen. Weiterlesen