Die Weigerung, das Unrecht an den Palästinensern aufzuarbeiten, führt zur totalen politischen Stagnation/ Parallelen zur politischen Situation der Bundesrepublik in den 50er und 60er Jahren
Arn Strohmeyer
Israel ist krank, das hat kürzlich sogar der Präsident dieses Staates, Reuven Riflin, im Zusammenhang mit der Gewalt konstatiert, die in der israelischen Gesellschaft immer mehr um sich greift. Er meine damit aber nicht nur die Gewalt gegen die Palästinenser, die halten er und die meisten Israelis wohl für „normal“, wenn man sie denn überhaupt wahrnimmt. Nein, er meint die zunehmende Gewalt unter jüdischen Israelis, also Gewalt unter Juden, was eigentlich gar nicht sein darf. Weiterlesen

Stockholm/Gaza – Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai will das Preisgeld des World’s Children’s Prize für den Wiederaufbau von Schulen im kriegszerstörten Gazastreifen spenden. „Ich denke, das wird diesen Kindern helfen, weiter zur Schule zu gehen und eine gute Ausbildung zu erhalten“, sagte die 17-Jährige am Mittwoch nahe Stockholm bei der Übergabe des Preises. Malala ist 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden, und sie ist die jüngste Trägerin des Preises aller Zeiten.
Arn Strohmeyer ist ein höchst belesener Kenner der deutschen Nahost-Politik. Seine jüngste Veröffentlichung nennt im Literaturverzeichnis mehr als 70 Bücher und rund 35 Aufsätze als Quellen. Es trägt den Titel „Das unheilvolle Dreieck Deutschland, Israel und die Palästinenser. Plädoyer für eine andere Nahostpolitik“ (Herne: Gabriele Schäfer Verlag 2014).
Moshe Zuckermanns neues Buch zeigt auf, in welche politische Ausweglosigkeit Israel durch seine Staatsideologie geraten ist
Das Buch „Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina“ (ISBN 978-3-85371-355-6) trifft in der Bundesrepublik auf eine Wahrnehmungsblockade, die in Frage zu stellen das Verdienst seiner Verfasserin ist: Petra Wild, Arabistin und Islamwissenschaftlerin hat mit ihrer Untersuchung über den „zionistischen Siedlerkolonialismus in Wort und Tat“ (so der Untertitel der Studie) einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die dunkelsten Seiten der Entstehung und Entwicklung Israels geleistet. Eingeladen vom Nahost-Forum Bremen, der Bremer Gruppe des israelischen Komitees gegen Häuserzerstörung ICAHD sowie der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft DPG hat Petra Wild (Berlin) in der Villa Ichon zum Thema ihres Buches gesprochen.