Offener Brief der 90 Nahost-Experten an Bundesregierung und Bundestag

Mehr als 90 Nahost-Experten haben die Bundesregierung zu einem Kurswechsel in der Politik gegenüber Israel und den Palästinensern aufgerufen. Die Experten forderten in einem offenen Brief an Regierung und Bundestagsabgeordnete unter anderem mehr Einsatz für einen dauerhaften Waffenstillstand und ein Ende der Blockade des Gazastreifens. „Ohne Aufhebung der Blockadepolitik gibt es keinerlei Entwicklungsperspektive für die Menschen in Gaza und keine Chance für die Zweistaatenlösung“, schreiben die Initiatoren. Weiterlesen

Keine deutschen Medien in Gaza

Martin Lejeune ist zur Zeit tatsächlich der einzige deutsche Journalist, der direkt aus Gaza berichtet. Die Vertreter von ARD, ZDF, den großen Radiosendern, den großen Zeitungen wie FAZ oder SZ usw. berichten aus ihren sicheren Büros aus Tel-Aviv oder Jerusalem. Andere Länder, andere Sitten. Für TV- und Radiosendern sowie Zeitungen aus Spanien, Portugal, Frankreich, Kanada, Neuseeland, Australien, den afrikanischen Ländern, Japan, Korea usw. wird direkt, teilweise mit größeren Teams, berichtet. Über 500 internationale Journalisten sind bei den palästinensischen Behörden gemeldet. Aber eben niemand aus Deutschland. Es ist sehr interessant und sehr deprimierend, was Martin Lejeune, von dem wir schon mehrere Beiträge (mit seiner freundlichen Genehmigung) gebracht haben, hier im Video erzählt.

„Wenn Empathie als Verbrechen zählt“ – Interview mit Yehuda Shaul

Yehuda Shaul war 2010 im DGB-Haus in Bremen

Yehuda Shaul ist Mitbegründer von „Breaking the Silence“, einer NGO israelischer Ex-Soldaten, die die israelische Öffentlichkeit mit der Realität in den besetzten Gebieten konfrontiert. Marian Brehmer sprach mit ihm über den Gaza-Krieg und die Folgen der anhaltenden Besatzungspolitik.

Mit der gegenwärtigen „Operation Protective Edge“ der israelischen Armee scheint die Gewalt gegen Zivilisten in Gaza einen vorläufigen Höhepunkt gefunden zu haben. Trifft dieser Eindruck zu? Weiterlesen

Offener Brief an die Chefredaktion des Weser-Kuriers

Viele Bremer Bürgerinnen und Bürgern haben sich immer mal wieder über die sehr einseitige und häufig diffamierende Darstellung und Kommentierung des Nahost-Konflikts durch Daniel Killy (den „Chef vom Dienst“ des Weser-Kuriers) geärgert. Das Fass zum Überlaufen brachten die Berichterstattung und die Kommentare über die letzten Demonstrationen gegen den Gaza-Krieg. Weiterlesen

Beschwerde an den Rundfunkrat über Radio Bremen

„Sie zündeln in vollem Bewusstsein.“ Und: „Immer vorneweg: Testosteron gepeitschte junge Männer, verhetzt, aus jeder Pore dampfend vor Hass.“ So hieß es in einem Kommentar von Jochen Grabler auf Radio Bremen am 22. Juli 2014, einen Tag vor der großen Palästina-Demonstration, die dann mit über 5000 Teilnehmern völlig friedlich ablief. Diese „ungeheuren Behauptungen“, in denen „die Organisatoren und Teilnehmer der Demonstration in übelster Weise diffamiert, denunziert, ja kriminalisiert werden“, haben die Journalisten  Beate Krafft-Schöning und Arn Strohmeyer veranlasst, beim Rundfunkrat von Radio Bremen Beschwerde einzulegen. Der ganze Brief hier. Der Brief ist am 8. August 2014 abgeschickt worden. Weiterlesen

Alttestamentarische Propaganda

Die Anzeige, die in der vergangenen Woche in mehreren us-amerikanischen Zeitungen (u.a. in der New York Times, Washington Post und dem Wallstreet Journal) und dem britischen Guardian auf einer ganzen Seite erschien, vergleicht die Politik der Hamas im jetzigen Gaza-Krieg mit der Geschichte von den Kinderopfern, von denen im alten Testament erzählt wird. Damals, vor 3500 Jahren, wären einem phönizisch-kanaaischen Götzengott mit dem bezeichnenden Namen „Moloch“ Kinderopfer durch Verbrennen dargebracht worden. Die ganzseitige Anzeige ist überschrieben: „Die Juden lehnten Kinderopfer vor 3500 Jahren ab. Jetzt ist die Hamas an der Reihe.“ Weiterlesen

Israels Stärke ruht auf zwei Pfeilern, nämlich auf der militärischen Gewalt und dem Image in Europa und den USA

Dr. Basem Naim, Arzt in Gaza-Stadt

Was die Hamas will und wie sie ihren Kampf begründet – darüber gibt es kaum authentische Informationen. Martin Lejeune, der direkt aus Gaza berichtet („The Days of Oil and Za’atar“) führt hier ein Interview mit dem Arzt und Chirurgen Dr. Basem Naim. Er gehörte für die Hamas sieben Jahre lang der palästinensischen Regierung an und war während dieser Zeit etwa vier Jahre lang Minister für Jugend und Sport (im zweiten Kabinett von Ismail Haniya) und für anderthalb Jahre, von Juni 2007 bis Januar 2009, Gesundheitsminister (im ersten Kabinett von Ismail Haniya). Heute ist er der politische Berater für Internationale Beziehungen von Ismail Haniya. Weiterlesen

Wieder ein eindringlicher und friedlicher Protest der Palästinenser in Bremen

Nach der großen Demonstration vor zwei Wochen mit mehr als 5000 Teilnehmern hatten sich heute, 8. August 2014, um 17 Uhr nur ungefähr 250 Menschen zu einer Kundgebung vor dem Überseemuseum eingefunden. Aufgerufen hatte die Deutsch-Palästinensische Gemeinschaft (DPG), die als Organisation bisher nicht in Erscheinung trat Weiterlesen