Innerhalb des „Deutschen Koordinationskreises Palästina Israel (KOPI)“ wird – wie in israelischen linken Kreisen auch – über die Frage Ein-Staat- oder Zwei-Staaten-Lösung diskutiert. Wir dokumentieren in diesem Zusammenhang (mit freundlicher Genehmigung des Verfassers) eine kurze Stellungnahme von Hermann Dierkes sowie ein längeres Referat, das er auf der 2. Palästina-Konferenz (Stuttgart v. 10. – 12.05.2013) gehalten hat. Weiterlesen
Die Legende von den „aus den arabischen Ländern vertriebenen Juden“
Israel ehrt die angeblichen Flüchtlinge erstmals mit einem Gedenktag / Jüdische Historiker widersprechen
Arn Strohmeyer
Israel hat einen neuen Gedenktag. Am 1. Dezember wurde erstmals der „Flucht und Vertreibung der Juden aus arabischen Ländern und Iran“ gedacht. Staatspräsident Reuven Rivlin hielt bei dieser Gelegenheit eine Rede, in der er die alten zionistischen Mythen und Legenden über die „Tragödie“ dieser Menschen wiederholte. Er forderte von den arabischen Staaten sogar Entschädigungen und Rückzahlungen für das den jüdischen Flüchtlingen angetane Unrecht, räumte aber immerhin auch ein, dass man diese Neuankömmlinge in Israel nicht gerade herzlich aufgenommen, ja sie an den äußersten Rand der Gesellschaft gedrängt habe. Weiterlesen
Israel: Der Streit ums Öl in Palästina
Über den „Deutschen Koordinationskreis Palästina Israel (KOPI)“ erreichte uns aus der Schweiz der Hinweis auf die folgende Arte-Sendung, die hier vollständig auf youtube zu sehen ist. Am 29.11.14 hat Arte in der Sendung Reportage einen 23 minütigen
umfassenden Bericht zur wirtschaftlichen Ausbeutung der der besetzten Gebiete gebracht – er ist unter Arte + 7 noch zu sehen.
Israel verfolgt im besetzten Westjordanland seit vielen Jahren mit der Ausbeutung von Bodenschätzen auch harte Wirtschaftsinteressen. Dabei geht es seit einiger Zeit nicht mehr nur um Ackerland, Wasser, Mineralien und Baustoffe, sondern auch um ein Ölfeld im Grenzgebiet zwischen Israel und Palästina – eine Quelle großen Reichtums, zur Zeit aber nur ausgebeutet von der Ölindustrie Israels. Weiterlesen
Online-Petition zum Waffenhandel gestartet. Keine Waffen nach Nahost!
Pressemitteilung von IPPNW und pax christi vom 28. November 2014
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat eine restriktivere Rüstungsexportpolitik versprochen. Dennoch genehmigt er weiterhin Waffenexporte in Krisenregionen. Mehrere Friedensorganisationen – darunter IPPNW und pax christi haben zum Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk eine Online-Petition zum Waffenhandel mit allen Ländern des Nahen Ostens gestartet. Weiterlesen
Appell an Frau Noa: Helfen Sie auch den Menschen im Gazastreifen!
Arn Strohmeyer
Verschiedene Religionsgemeinschaften und Vereine haben in Bremen angekündigt, dass sie mit Geldbeträgen und Hilfsgütern den Menschen beistehen wollen, die vor den Kämpfen in Syrien und dem Irak fliehen mussten. Diese Menschen leiden große Not und sehen in ihren primitiven Zeltlagern Weiterlesen
“Die Nakba ist auch Israels Geschichte”
Von Lea Frehse, Christoph Dinkelaker und Tobias Pietsch | 25.11.14
Eitan Bronstein und seine Organisation „Zochrot“ werben unter jüdischen Israelis für die Aufarbeitung der „Nakba“. Ein Interview über Schrecken der Vergangenheit, Schläge gegen Linke und die iNakba-App. Eitan Bronstein, Jahrgang 1960, wanderte als Kind mit seiner Familie aus Argentinien nach Israel ein und wuchs in einem Kibbutz auf. In den 1980er Jahren verweigerte er wiederholt den Reservedienst an der Waffe. 2001 gründete er die Organisation Zochrot, die sich für die Anerkennung der „Nakba“, also der Verbrechen gegen und Vertreibung der Palästinenser innerhalb der jüdisch-israelischen Gesellschaft einsetzt. Anfang November sprach Bronstein auf Einladung der Mediziner-Organisation IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. in Berlin. Zum Interview mit Alsharq kam der charismatische Aktivist natürlich mit seinem iPhone – inklusive iNakba-App. Weiterlesen
URGENT ACTION von Amnesty gegen die Hauszerstörungen in Jerusalem
Amnesty International hat eine Eilaktion (Urgent Action) an die israelische Regierung gestartet, um gegen die Hauszerstörungen zu protestieren. Die online-Petition hier.
Der Text der Petition
Die israelische Regierung hat den Abriss von mindestens sieben Wohnhäusern angeordnet. Bei den Bewohner_innen handelt es sich um die Angehörigen von Palästinensern, die bei Anschlägen israelische Staatsbürger_innen getötet haben sollen. Nach Auffassung der Regierung können nur so weitere Anschläge verhindert werden. Weiterlesen
Ehemaliger Mossad-Chef fürchtet um die Zukunft des Zionismus
Immer mehr hohe israelische Militärs und Angehörige der Geheimdienste gehen auf Distanz zu Netanyahus Politik gegenüber den Palästinensern. Die Kritik kommt also aus der Mitte des Zionismus und des politischen Establishments, und sie richtet sich immer mehr gegen den zunehmenden Einfluss der religiösen Siedlerbewegung auf die offizielle Politik. Erst am 3. November 2014 hatten sich 106 ehemalige IDF-Generäle und Mossad-Chefs öffentlich zu Wort gemeldet (wir berichteten) und eine „Diplomatie für den Frieden“ gefordert. Weiterlesen
Pfeifen im Walde. Knesset debattiert »Nationalitätsgesetz«
Gastkommentar von Moshe Zuckermann
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu unterstützt, wie berichtet, das von rechtsradikalen Mitgliedern seiner Partei vorgelegte »Nationalitätsgesetz«, ein Gesetz »zur Stärkung des jüdischen Charakters Israels«. Dessen antidemokratischen Charakter darf man ohne Überraschung registrieren. What else is new? mag man sich angesichts der in den letzten Jahren in allen Bereichen des öffentlichen Lebens zunehmenden Demokratieschwächung Israels samt dem im Land grassierenden Alltagsrassismus fragen. Weiterlesen
Terror ohne Ende im heiligen Land?
Der Angriff auf eine Synagoge in Ost-Jerusalem ist keineswegs die einzige Attacke auf ein Gotteshaus. Der erste Terrorist dieser Art war der Siedler Baruch Goldstein
Am 25.Februar 1994 verübte der in Brooklyn geborene, in der israelischen Siedlung Kyriat Arbaa wohnende Jude Baruch Goldstein im Grab der Patriarchen in Hebron (das zum Teil auch eine Moschee ist) ein Attentat auf betende Muslime und erschoß 29 von ihnen, 150 wurden verletzt. Goldstein selbst wurde von Überlebenden des Massakers getötet. Weiterlesen

