Der Tod eines drei Jahre alten Säuglings an einer Haltestelle der Light Train in Ost-Jerusalem hat eine Welle von zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und Polizei und Palästinensern ausgelöst. Bei dem Vorfall war ein junger Palästinenser mit einem Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe wartender Personen gerast. Ein Säugling starb; sieben Personen wurden verletzt. Der Fahrer wurde von der Polizei erschossen, als er versuchte wegzulaufen. Weiterlesen
Der Zionismus vor seinem historischen Ende?
Moshe Zuckermanns neues Buch zeigt auf, in welche politische Ausweglosigkeit Israel durch seine Staatsideologie geraten ist
Der politische Wind hat sich gedreht – nicht zuletzt durch den Angriff Israels auf den Gaza-Streifen im Sommer -, der nicht, wie Israel ihn darstellt, ein „Krieg gegen den Terrorismus“ war, sondern ein weiteres großes Massaker an den Palästinensern, wie der zionistische Siedlerkolonialismus schon viele andere – von Deir Jassin bis Sabra und Schatila – begangen hat. Israel hat diesen „Krieg“ gegen den Gaza-Streifen militärisch natürlich gewonnen, was bei seiner gewaltigen militärischen Übermacht nicht verwundert, aber politisch hat es ihn verloren, denn die Welt beginnt – endlich! – zu begreifen, was sich in Israel/Palästina wirklich abspielt. Siehe die weltweiten Proteste gegen die Politik des zionistischen Staates, die Erfolge der BDS-Kampagne und die Ankündigung mehrerer Staaten, Palästina völkerrechtlich anzuerkennen. Weiterlesen
100 000 oder 200 000 Israelis nach Berlin?
Olim le Berlin – ein Aufruf bei Facebook für eine neue Partei. Israelis wollen nicht mehr über Zionismus reden, sondern über Lebensqualität. Weiterlesen
Petra Wild („Israel zwischen Siedlerkolonialismus und Apartheidstaat“) in der Villa Ichon
Das Buch „Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina“ (ISBN 978-3-85371-355-6) trifft in der Bundesrepublik auf eine Wahrnehmungsblockade, die in Frage zu stellen das Verdienst seiner Verfasserin ist: Petra Wild, Arabistin und Islamwissenschaftlerin hat mit ihrer Untersuchung über den „zionistischen Siedlerkolonialismus in Wort und Tat“ (so der Untertitel der Studie) einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die dunkelsten Seiten der Entstehung und Entwicklung Israels geleistet. Eingeladen vom Nahost-Forum Bremen, der Bremer Gruppe des israelischen Komitees gegen Häuserzerstörung ICAHD sowie der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft DPG hat Petra Wild (Berlin) in der Villa Ichon zum Thema ihres Buches gesprochen. Weiterlesen
Die israelische Zivilgesellschaft fordert das britische Parlament auf, Palästina als Staat anzuerkennen
Am Montag, den 13. Oktober 2014, wird im Britischen Parlament über einen Antrag der Labour-Partei abgestimmt, einen selbständigen Staat Palästina anzuerkennen. Die Abstimmung habe zwar nur symbolische Bedeutung, aber sie signalisiere, „in welchem Ausmaß Israel in der Schlacht um die öffentliche Meinung in Großbritannien an Boden verliert“. So der britische Guardian am Abend vor der Abstimmung. Wie die Abstimmung ausgehen wird, ist offen. Hinter den Kulissen werde heftig um die Abstimmung gestritten.
In dieser Situation haben 363 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Israel einen gemeinsamen Brief an die Abgeordneten des britischen Parlaments unterzeichnet, in dem dieses aufgefordert wird, für den Antrag zu stimmen. Der Brief wurde initiiert von Dr. Alon Liel, dem ehemaligen Director-General des israelischen Außenministeriums, Prof. Armiram Goldblum, dem Gründer des Peace Movements und Yehuda Shaul von „Breaking the Silence“. Weiterlesen
»Die jungen Menschen beider Seiten sind kriegsmüde«
Das »Komitee für Grundrechte und Demokratie« setzt sich für inhaftierten israelischen Militärdienstverweigerer ein. Gespräch mit Helga Dieter
Interview: Gitta Düperthal
Das »Komitee für Grundrechte und Demokratie« hat 1.100 Unterschriften für die Freilassung des Kriegsdienstverweigerers Udi Segal aus dem Militärgefängnis in Israel gesammelt. Was ist der Hintergrund dieser Kampagne? Weiterlesen
„Wir weigern uns Feinde zu sein“ – The Tent of Nations
Daoud Nassar ist ein christlicher Palästinenser im besetzten Westjordanland. Er besitzt etwas seltenes, nämlich eine Besitzurkunde für sein Land, das der Großvater 1916 noch Weiterlesen
Nach dem Gaza-Krieg
Der Gaza-Krieg war der brutalste in Israels Geschichte, und er endet mit dem Waffenstillstand genau dort, wo er begonnen hat, schreibt Gideon Levy in Ha’aretz. Der Krieg habe gezeigt, dass die Lösung des Konfliktes nicht mit militärischen Mitteln erzwungen werden kann – und diese Erkenntnis sieht Levy auch als einen Schimmer der Hoffnung. Weiterlesen
Interessante Filme im WDR-Themenschwerpunkt „Nahost“
Der WDR-Themenschwerpunkt „Nahost“ – Ein Überblick: Weiterlesen
Die Beschwörung der Antisemitismus-Gefahr als politische Waffe
Ein Nachwort zu der Demonstration des Zentralrats am Sonntag in Berlin.
von Arn Strohmeyer
Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden in Deutschland hatte gerufen und alle, alle kamen – die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident, Minister, die Spitzen der Kirchen und sogar der muslimischen Verbände, um Flagge zu zeigen und Solidarität auszudrücken. Wofür und wogegen? Für einen Staat, dessen „moralischste Armee der Welt“ gerade über 2000 Menschen umgebracht und Zehntausende verletzt und einen ganzen Landstrich in Schutt und Asche gelegt hat. Weiterlesen
