Pressemitteilung von IPPNW und pax christi vom 28. November 2014
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat eine restriktivere Rüstungsexportpolitik versprochen. Dennoch genehmigt er weiterhin Waffenexporte in Krisenregionen. Mehrere Friedensorganisationen – darunter IPPNW und pax christi haben zum Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk eine Online-Petition zum Waffenhandel mit allen Ländern des Nahen Ostens gestartet. Weiterlesen
Appell an Frau Noa: Helfen Sie auch den Menschen im Gazastreifen!
Arn Strohmeyer
Verschiedene Religionsgemeinschaften und Vereine haben in Bremen angekündigt, dass sie mit Geldbeträgen und Hilfsgütern den Menschen beistehen wollen, die vor den Kämpfen in Syrien und dem Irak fliehen mussten. Diese Menschen leiden große Not und sehen in ihren primitiven Zeltlagern Weiterlesen
“Die Nakba ist auch Israels Geschichte”
Von Lea Frehse, Christoph Dinkelaker und Tobias Pietsch | 25.11.14
Eitan Bronstein und seine Organisation „Zochrot“ werben unter jüdischen Israelis für die Aufarbeitung der „Nakba“. Ein Interview über Schrecken der Vergangenheit, Schläge gegen Linke und die iNakba-App. Eitan Bronstein, Jahrgang 1960, wanderte als Kind mit seiner Familie aus Argentinien nach Israel ein und wuchs in einem Kibbutz auf. In den 1980er Jahren verweigerte er wiederholt den Reservedienst an der Waffe. 2001 gründete er die Organisation Zochrot, die sich für die Anerkennung der „Nakba“, also der Verbrechen gegen und Vertreibung der Palästinenser innerhalb der jüdisch-israelischen Gesellschaft einsetzt. Anfang November sprach Bronstein auf Einladung der Mediziner-Organisation IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. in Berlin. Zum Interview mit Alsharq kam der charismatische Aktivist natürlich mit seinem iPhone – inklusive iNakba-App. Weiterlesen
URGENT ACTION von Amnesty gegen die Hauszerstörungen in Jerusalem
Amnesty International hat eine Eilaktion (Urgent Action) an die israelische Regierung gestartet, um gegen die Hauszerstörungen zu protestieren. Die online-Petition hier.
Der Text der Petition
Die israelische Regierung hat den Abriss von mindestens sieben Wohnhäusern angeordnet. Bei den Bewohner_innen handelt es sich um die Angehörigen von Palästinensern, die bei Anschlägen israelische Staatsbürger_innen getötet haben sollen. Nach Auffassung der Regierung können nur so weitere Anschläge verhindert werden. Weiterlesen
Ehemaliger Mossad-Chef fürchtet um die Zukunft des Zionismus
Immer mehr hohe israelische Militärs und Angehörige der Geheimdienste gehen auf Distanz zu Netanyahus Politik gegenüber den Palästinensern. Die Kritik kommt also aus der Mitte des Zionismus und des politischen Establishments, und sie richtet sich immer mehr gegen den zunehmenden Einfluss der religiösen Siedlerbewegung auf die offizielle Politik. Erst am 3. November 2014 hatten sich 106 ehemalige IDF-Generäle und Mossad-Chefs öffentlich zu Wort gemeldet (wir berichteten) und eine „Diplomatie für den Frieden“ gefordert. Weiterlesen
Pfeifen im Walde. Knesset debattiert »Nationalitätsgesetz«
Gastkommentar von Moshe Zuckermann
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu unterstützt, wie berichtet, das von rechtsradikalen Mitgliedern seiner Partei vorgelegte »Nationalitätsgesetz«, ein Gesetz »zur Stärkung des jüdischen Charakters Israels«. Dessen antidemokratischen Charakter darf man ohne Überraschung registrieren. What else is new? mag man sich angesichts der in den letzten Jahren in allen Bereichen des öffentlichen Lebens zunehmenden Demokratieschwächung Israels samt dem im Land grassierenden Alltagsrassismus fragen. Weiterlesen
Terror ohne Ende im heiligen Land?
Der Angriff auf eine Synagoge in Ost-Jerusalem ist keineswegs die einzige Attacke auf ein Gotteshaus. Der erste Terrorist dieser Art war der Siedler Baruch Goldstein
Am 25.Februar 1994 verübte der in Brooklyn geborene, in der israelischen Siedlung Kyriat Arbaa wohnende Jude Baruch Goldstein im Grab der Patriarchen in Hebron (das zum Teil auch eine Moschee ist) ein Attentat auf betende Muslime und erschoß 29 von ihnen, 150 wurden verletzt. Goldstein selbst wurde von Überlebenden des Massakers getötet. Weiterlesen
ICAHD: „Israel säht Verzweiflung und sinnlose Gewalt“
Eine Stellungnahme des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD) vom 18.11.2014
Die ‘zionistische Antwort’ auf die Abwärtsspirale sinnloser Gewalt, in der sich Jerusalem zur Zeit befindet, lautet: Hauszerstörungen, Massenverhaftungen, Widerrufung des Aufenthaltsrechts eingeborener Jerusalemer, Abriegelung palästinensischer Viertel mit Betonblocks, Bewaffnung jüdisch-israelischer Milizen, und Bemerkungen unterhalb der Gürtellinie für den Letzten, der noch an eine Zwei-Staaten-Lösung glaubt, Abu Mazen. Sie versuchen alles, nur nicht die Beendigung der Besatzung und eine gerechte politische Lösung. Weiterlesen
Deutsche Häuserkämpfer in Israel
Nach einem Bericht in der November/Dezember-Ausgabe 2014 der „Deutschen Militärzeitschrift“ (DMZ) Nr. 102 sollen bis zu 250 Soldaten der Bundeswehr in Israel für den Häuserkampf ausgebildet werden. Die DMZ beruft sich in ihrer Meldung auf eine entsprechende Mitteilung des Heeres-Inspekteurs Bruno Kasdorf an den Vorsitzenden des Bundestag-Verteidigungsausschusses. Karsten Herold, der Autor der DMZ-Meldung, schreibt: „Der Bundeswehr dürfte es hinsichtlich der Ausbildung in Israel besonders darum gehen, von den umfangreichen praktischen Erfahrungen der Israelis zu lernen.“ Weiterlesen
Palästina Solidaritätspreis geht an Ingrid Rumpf (Organisatorin der NAKBA-Ausstellung)

Ingrid Rumpf bei der Eröffnung der Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreitung der Palästinenser 1948“ in Köln am 15.06.2012. Foto: Arbeiterfotografie
Zum zweiten Mal wird der Palästina Solidaritätspreis am 23.11.2014 in Bonn verliehen, und zwar in diesem Jahr an Ingrid Rumpf. Mit diesem Preis würdigt die Jury ihren langjährigen Einsatz für Flüchtlingskinder im Libanon. Zudem leistete Frau Rumpf eine großartige Arbeit mit der von ihr konzipierten und durchgeführten NAKBA-Ausstellung. Mit dieser hervorragenden Ausstellung trug sie in ganz besonderer Weise dazu bei, dass eine breite Öffentlichkeit sich ein Bild über die Geschichte des palästinensischen Volkes machen konnte und für die aktuelle politische Lage sensibilisiert wurde. Dies ist eine grundlegende Bedingung um Verständnis für die Situation der Palästinenser zu erhalten und somit für die Solidarität mit Palästina zu werben. Weiterlesen

