Ilan Pappé: Die Krise des Zionismus und die Zukunft Palästinas

„Palestine Chronicle“ veröffentlichte exklusiv den vollständigen Text einer vor kurzem gehaltenen Rede des bedeutenden israelischen Historikers Professor Ilan Pappé auf dem Marxism Festival 2026 in London. In diesem weitreichenden Vortrag untersucht Pappé die historische Entwicklung des Zionismus und argumentiert, dass dessen derzeitige Brutalität eher Ausdruck einer tiefgreifenden strukturellen Krise als einer anhaltenden Stärke sei. Der Text wurde zur besseren Verständlichkeit leicht überarbeitet, wobei die Argumente und der Stil des Autors erhalten blieben. Wir übernehmen den Artikel und die Übersetzung vom Das PAKO-Stuttgart infobl@tt für Juli 2026

Der Zionismus befindet sich in einer kritischen Situation, und diese Krise hat eine gewalttätigere, rassistischere und brutalere Form davon hervorgebracht. Dies folgt einer vertrauten Dialektik der Geschichte: Das letzte Kapitel eines Regimes ist oft das grausamste. Als Aktivisten müssen wir zunächst erkennen, dass die Unmenschlichkeit, die sich heute in Palästina abspielt, auch ein Symptom für den bevorstehenden Niedergang derjenigen ist, die sie verüben. Das mag uns etwas Hoffnung geben, bringt jedoch denjenigen, die unter den Folgen leiden, keinen Trost.

Der Zionismus verrottet in seinen Grundfesten, und in seiner derzeitigen Form wird das Projekt als Staat wahrscheinlich nicht überleben. Wir sollten daher schon jetzt damit beginnen, diese Möglichkeit zu diskutieren. Wir müssen daher zwei Ziele verfolgen: diese Phase so weit wie möglich zu verkürzen und ihre Brutalität durch zivilgesellschaftliches und juristisches Vorgehen sowie durch Solidarität mit den Palästinensern vor Ort einzudämmen, die sich gegen Völkermord, ethnische Säuberung und Apartheid verteidigen.

Was ist der Zionismus heute?

Wie jede Ideologie besteht auch der Zionismus sowohl aus festen Grundsätzen als auch aus deren kontinuierlicher Anpassung an die sich wandelnden Realitäten vor Ort. Diese Entwicklung hängt von den jeweiligen Umständen ab: von der Größe der ideologischen Bewegung, dem Ausmaß des Widerstands, dem sie begegnet, der Stärke der sie unterstützenden globalen und regionalen Koalitionen, ihren materiellen und personellen Ressourcen sowie ihrem inneren Zusammenhalt.

Die Kernprinzipien des Zionismus definieren das Judentum neu als eine Form des europäischen Nationalismus – eine Form, die in Europa nicht verwirklicht werden konnte und daher in Palästina verfolgt werden musste. Ihr Anspruch auf Palästina wurde in religiösen Begriffen formuliert, obwohl die Bewegung säkular war und das jüdische Leben mit der Kolonisierung Palästinas säkulari- sieren und modernisieren wollte.

Dem Paradoxon, sich zur Rechtfertigung der Kolonisierung auf eine göttliche Autorität zu berufen, die die Bewegung selbst nicht akzeptierte, wurde dadurch ein logisches Aussehen verliehen, dass der Zionismus als Antwort auf den europäischen Antisemitismus dargestellt wurde. Seine frühen Anhänger, darunter sowohl Antisemiten als auch eine Minderheit von Juden, akzeptierten die Behauptung, dass Juden nur dann gleichberechtigte Europäer werden könnten, wenn sie aus Europa, das sie abgelehnt hatte, vertrieben und dabei unterstützt würden, ein neues Europa aufzubauen. Die fragwürdige Logik, Religion als Reaktion auf den europäischen Antisemitismus in Nationalismus umzuwandeln, indem man Anspruch auf das Land eines anderen Volkes erhob, das seit langem von einer einheimischen Nation bewohnt wurde, wurde der Welt als rational und moralisch dargestellt. Manche akzeptieren diese Darstellung auch heute noch, sei es aus Unwissenheit oder aus Zynismus. Damals wie heute bedurfte es einer mächtigen Lobby, um diese bizarre Logik durchzusetzen.

In den Anfangsjahren des Zionismus ließ sich die Idee leichter verbreiten, da sie zu einer Zeit entstand, als die Unmoral des Kolonialismus weitgehend ignoriert wurde. Noch wichtiger war, dass die zionistischen Planer von Beginn an verstanden, dass die Umsetzung dieser Idee vor Ort in Palästina Gewalt und Zwang erfordern würde. Dies entlarvt eine der zentralen Lügen des Zionismus: Gewalt wurde nicht als Reaktion auf palästinensischen Widerstand eingesetzt; die Siedler kamen bereits mit der Absicht an, sich der einheimischen Bevölkerung Palästinas aufzuzwingen.

Das war keine neue europäische Logik: Unerwünschte oder unwillkommene Europäer wurden oft außerhalb des Kontinents angesiedelt, meist in Gebieten, die bereits von einheimischen Völkern bewohnt waren. Diese Projekte waren niemals bloß wohlwollende Versuche, Zufluchtsorte für europäische Ausgestoßene zu schaffen; sie waren zugleich zutiefst gewalttätige Bemühungen, einheimische Bevölkerungsgruppen zu vertreiben, um diese Visionen zu verwirklichen. Wissenschaftler haben diese Unternehmungen seit langem als Siedlerkolonialismus bezeichnet und sie damit von institutionellen Formen des imperialen Kolonialismus unterschieden, bei denen Kolonien zur Sicherung von Land, Kapital, Arbeitskräften und globaler Macht für Europa gegründet wurden. Dennoch waren beide Formen eng miteinander verflochten: Der klassische Kolonialismus und der Siedlerkolonialismus dienten oft gegenseitig dem Ziel, die außereuropäische Welt mit Gewalt zu „europäisieren“, wobei diese Gewalt häufig als zivilisatorische Mission im Sinne der Werte der Aufklärung getarnt wurde.

Sobald sich das Streben nach Territorium und die Suche nach Sicherheit als feste Stützpunkte in neuen Ländern etabliert hatten, begannen Imperien und Siedler, sich gegenseitig um diese Besitztümer zu bekämpfen. Heutzutage bezeichnen wir diese Konflikte euphemistisch als den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und den israelischen Unabhängigkeitskrieg. Die Siedler befreiten sich zwar von den Imperien, die ihnen ihren Stützpunkt ermöglicht hatten, doch sie versuchten auch weiterhin, die einheimische Bevölkerung auszurotten. Der klassische Kolonialismus zielte im Allgemeinen darauf ab, einheimische Völker auszubeuten, anstatt sie in großem Umfang zu vernichten; der Siedlerkolonialismus hingegen betrachtete die fortbestehende Präsenz einheimischer Gesellschaften als existenzielle Bedrohung für den Erfolg seiner Projekte.

Damit diese Prinzipien Wirklichkeit werden konnten, benötigte der Zionismus zunächst das Britische Empire; ohne dieses hatte die Bewegung kaum eine Chance gegen die palästinensische Gesellschaft. Die Palästinenser erkannten zunächst nur langsam das wahre Ausmaß des Kolonialisierungsprojekts, doch sobald sie dessen Ziel der Vertreibung und des Austauschs verstanden hatten, begannen sie einen antikolonialen Kampf dagegen.

Ohne britische Streitkräfte hätten die Siedler diesen Widerstand nicht brechen können. Die britische Unterstützung ermöglichte es ihnen zudem, die logischere und moralischere Haltung abzulehnen, als Gäste in der Heimat eines anderen Volkes Zuflucht zu suchen, anstatt die Herrschaft über ein Land zu beanspruchen, das ihnen nicht gehörte.

Vom Kolonialprojekt zur globalen Koalition

Nach 1945 benötigte das zionistische Projekt mehr als nur die Unterstützung des britischen Imperiums; es musste sich für den Kapitalismus als nützlich erweisen: für den amerikanischen Imperialismus, den christlichen Fundamentalismus, Bewegungen der weißen Vorherrschaft und islamfeindliche Strömungen, korrupte Regime im Nahen Osten sowie mächtige jüdische Gemeinschaf-
ten weltweit. Sein Projekt der Vertreibung und Ersetzung hing auch davon ab, ob sich die Palästinenser vereinen, ihren Befreiungskampf aufrechterhalten und eine Gegenkoalition aufbauen konnten, die auf Sozialismus, Kommunismus, Humanismus, panarabischer und panislamischer Solidarität sowie einem ehrlichen Judentum beruhte. Das Kräfteverhältnis zwischen diesen Koalitionen ist eindeutig: Es führte zur ethnischen Säuberung von 1948, zur Militärherrschaft über die Palästinenser im Staat Israel von 1948 bis 1966, zur Besetzung der Westbank und des Gazastreifens, zur ethnischen Säuberung von Hunderttausenden Palästinensern bis zum Jahr 2022 und zu einer der rücksichtslosesten Besatzungen der Geschichte, einschließlich der unmenschlichen Kollektivstrafe in Form der Gaza-Blockade seit 2007.

Die von der palästinensischen Befreiungsbewegung angeführte Gegenkoalition erzielte ihren größten Erfolg durch ihre Widerstandsfähigkeit: die Entschlossenheit, in ihrem Land zu bleiben und der anhaltenden Besatzung und Kolonisierung Widerstand zu leisten oder aus dem Exil heraus dafür zu kämpfen. Diese Widerstandsfähigkeit vereitelte jeden Versuch, das zionistische Projekt der Vertreibung und des Austauschs zu vollenden. Der Wandel des israelischen Zionismus Bis 2022 blieb eine frühe Voraussetzung für den Erfolg des zionistischen Projekts und für dessen Bestreben, sowohl Regime als auch Staat zu werden, der weltweiten Öffentlichkeit weitgehend verborgen: die Notwendigkeit des sozialen Zusammenhalts rund um eine neu erfundene nationale jüdische Identität.

Bis 1977 erzwangen säkulare Zionisten diesen Zusammenhalt durch die Vorherrschaft über zwei politisch marginalisierte und wirtschaftlich entrechtete jüdische Gruppen: orthodoxe Juden und Mizrachim, also arabische Juden. Eine nationalistischere Strömung des europäischen Zionismus, die lange Zeit vom Arbeitszionismus besiegt worden war, baute daraufhin eine mächtige Koalition mit diesen beiden Gruppen auf. Da der Arbeitszionismus jedoch schon früh den Sozialismus aufgegeben hatte und dem Projekt der Vertreibung und des Austauschs treu blieb, war die ideologische Distanz zwischen der nach Macht strebenden rechtsgerichteten zionistischen Bewegung und dem Arbeitszionismus, der diese bis 1977 innehatte, weitaus geringer, als es den Anschein hatte.

Der Arbeitszionismus stützte das Projekt der Vertreibung und des Ersatzes auf internationale Unterstützung, insbesondere aus dem Westen, auf die Gleichgültigkeit arabischer Regierungen und auf die Dienste, die der Staat Israel dem amerikanischen Imperialismus in der Region leistete. Die politische israelische Rechte musste sich von den Gründern des Projekts abgrenzen und tat dies, indem sie jeden Aspekt des Zionismus verschärfte – sei es Gewalt gegenüber Palästinensern oder Unnachgiebigkeit gegenüber dem säkularen Judentum. Das Ergebnis war eine tödliche Verschmelzung von Nationalismus und Religion, die das Judentum als eine Religion des Hasses, der Gewalt, der Unmenschlichkeit und der Gier umdeutete. Diese neue Form des Zionismus kannte keine Grenzen: Der Staat eskalierte seine Brutalität gegenüber den Palästinensern, beging Völkermord im Gazastreifen, unternahm ethnische Säuberungen in der Westbank und unterwarf palästinensische Bürger des Staates Israel einer institutionalisierten Schikane. Die neuen Machthaber im Staat Israel griffen auch säkulare Juden an, stellten sie als schwach und antijüdisch dar und forderten ihre Unterwerfung unter die Umwandlung des Staates Israel in eine jüdische Theokratie.

Die Wandlung des israelischen Zionismus

Diese verschärfte Form des Zionismus ist für die globale Koalition, die ihn lange Zeit gestützt hat, zunehmend schwer zu akzeptieren, und sie bietet keinen Weg zu sozialem Zusammenhalt innerhalb des Staates Israel. Angetrieben von messianischen Bestrebungen breitet sich diese Strategie an fünf Fronten aus. Sie überlastet die Armee über ihre Kapazitäten hinaus, setzt die Beziehungen zu ehemaligen Verbündeten in den Vereinigten Staaten unter Druck und mobilisiert die globale Zivilgesellschaft auf beispiellose Weise – nicht nur gegen die Politik des Staates Israel, sondern gegen die Legitimität des Regimes selbst. Eine Strategie, die auf der Zerstörung des Gazastreifens, der Kontrolle über die Westbank, der Kolonisierung des Südlibanon und Südsyriens sowie der gewaltsamen Konfrontation mit dem Iran basiert, kann nur unter Kriegsbedingungen überleben – und das zum Preis einer zunehmenden internationalen Isolation.

Derzeit profitiert die Kriegswirtschaft von ihren Verbindungen zum Kapitalismus, zur Sicherheits- und Sekuritisierungsindustrie, von künstlich geschürten russophoben Ängsten im Westen, der wahrscheinlich absichtlichen Fehleinschätzung der globalen Ambitionen Chinas und der seit langem bestehenden islamfeindlichen Kriegshetze. Aber wie lange noch? Die Golfstaaten haben nun erkannt – wir hatten sie davor gewarnt –, dass eine Normalisierung der Beziehungen zum Staat Israel nicht nur das Vertreibungs- und Umsiedlungsprojekt in Palästina legitimieren, sondern auch ihre eigenen Volkswirtschaften und ihre Stabilität gefährden würde. Wie viele in der kapitalistischen Welt betrachten sie diesen Staat noch als Gewinn und nicht als Belastung?

Doch zynische Kalküle innerhalb der Koalition, die den Staat Israel stützt, werden das Projekt allein nicht beenden. Die Gegenkoalition, die jahrzehntelang von der globalen Linken angeführt wurde und während des Kalten Krieges in der Lage war, die gegnerische Koalition bis zu einem gewissen Grad in Schach zu halten, ist nun darauf angewiesen, dass die Zivilgesellschaft außerhalb Palästinas zu einer politischen Kraft wird, die den Kampf gegen lokale wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeit mit dem Kampf für Gerechtigkeit in Palästina verbindet. Es gibt ermutigende Anzeichen, die uns allen bekannt sind. Doch wir sind auch frustriert darüber, dass sie noch nicht zu einer transformativen Kraft geworden sind, die in der Lage ist, Völkermord, ethnische Säuberungen und Apartheid zu beenden.

Der Zionismus verrottet in seinen Grundfesten, und in seiner derzeitigen Form wird das Projekt als Staat wahrscheinlich nicht überleben. Wir sollten daher schon jetzt damit beginnen, diese Möglichkeit zu diskutieren, ebenso wie die Folgen eines solchen Zusammenbruchs; nicht nur mit Blick auf eine Ein- oder Zweistaatenlösung, sondern auch daraufhin, wann diese Diskussion stattfinden und wer sie leiten sollte.

Vorbereitung auf die Entkolonialisierung

Die moderne Geschichte bietet zahlreiche Beispiele für Gesellschaften, die den Übergang von der Kolonialisierung zur Entkolonialisierung, von der Apartheid zur Gleichberechtigung und vom Autoritarismus zur Demokratie vollzogen haben. Solche Wandlungsprozesse beruhten in der Regel auf internen Befreiungskämpfen in Verbindung mit starker externer Solidarität, die mitunter auch Interventionen umfasste. Die historische Erfahrung zeigt zudem, dass Veränderungen eher erfolgreich, friedlich und konstruktiv verlaufen, wenn sie von der lokalen Befreiungsbewegung selbst angeführt werden. Sie zeigt ferner, dass Befreiung eine klare Vision erfordert: Ohne soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit neben politischer Freiheit ist die Entkolonialisierung allzu oft blutig und zerstörerisch verlaufen, wobei sie die einen befreite, während sie andere ins Elend stürzte.

Vorerst beginnt die Entkolonialisierung in Palästina jedoch mit einem existenziellen Gebot: Sowohl die Bewegung innerhalb Palästinas als auch die internationale Solidarität räumen der Dringlichkeit zu Recht Vorrang vor der Strategie ein. Die Zeit für Strategie wird kommen, und wenn es soweit ist, sollte sie von der nächsten palästinensischen Generation geleitet werden: die sich tief bewusst ist dieser Geschichte, widerstandsfähig unter Unterdrückung und bereit, so glaube ich, den zukünftigen Prozess der Entkolonialisierung und Entzionisierung zu lenken.

In dieser Vision, so wie ich sie verstehe, gibt es Platz für die Millionen von Juden, die heute im Staat Israel leben, da der Hauptantrieb der Palästinenser schon immer darin bestand, ein normales und natürliches Leben zu führen, das ihnen mehr als ein Jahrhundert lang verwehrt war. Es mag in Zeiten des Völkermords schwierig sein, an diesem Antrieb festzuhalten, aber ich hoffe sehr, dass er überleben wird.

Wenn einige oder sogar viele israelische Juden bereit sind, diese Vision anzunehmen, wird es möglich sein, ein freies Palästina aufzubauen, in dem Juden, Muslime und Christen ein normales Leben miteinander führen. Ein solches Land könnte zu einem Leuchtturm der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gerechtigkeit werden. Als Wiege unserer Religionen hat Palästina das Potenzial, die Menschheit erneut durch Koexistenz statt durch Herrschaft zu inspirieren. Aus diesem Grund bleibt der Kampf für ein freies Palästina eine der legitimsten, moralischsten und dringlichsten Anliegen unserer Zeit. Die zunehmend verzweifelten Versuche, diesen Kampf zu delegitimieren, werden letztendlich scheitern, denn das Schicksal Palästinas ist untrennbar mit unse- rem eigenen verbunden.

Wenn Palästina aufblüht, blühen wir alle auf. Das Licht am Ende des dunklen Tunnels, in dem wir uns heute befinden, wird uns zu einem freien Palästina führen. Ein zukünftiges Palästina kann zu einem Mosaik aus kulturellen, ethnischen und religiösen Identitäten werden, die in wirklicher Gerechtigkeit und Gleichheit nebeneinander bestehen. Als Wiege unserer Religionen hat es das Potenzial, zu einem Leuchtturm der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gerechtigkeit zu werden.

Eine solche Zukunft würde es uns ermöglichen, die wesentlichen Herausforderungen anzugehen, vor denen die Menschheit steht: die ökologische Krise, die weit verbreitete Armut, Hungersnöte und die Epidemien, die weiterhin Millionen unserer Mitmenschen quälen. Ilan Pappé ist Professor an der Universität Exeter. Zuvor war er als Professor für Politikwissenschaft an der Universität Haifa tätig. Er ist Autor der Bücher „Die ethnische Säuberung Palästinas“, „Der moderne Nahe Osten“, „Eine Geschichte des modernen Palästinas: Ein Land, zwei Völker“ und „Zehn Mythen über Israel“. Zusammen mit Ramzy Baroud ist er Mitherausgeber von „Our Vision for Liberation“. Pappé gilt als einer der israelischen „Neuen Historiker“, die seit der Veröffentlichung einschlägiger britischer und israelischer Regierungsdokumente Anfang der 1980er Jahre die Geschichte der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 neu schreiben. Er hat diesen Artikel für „The Palestine Chronicle“ verfasst.

Quelle: https://www.palestinechronicle.com/ilan-pappe-the-crisis-of-zionism-and-the-future-of-palestine-exclusive/
Übersetzung: Pako – palaesstinakomitee-stuttgart.de

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