Ramadan-Empfang in der oberen Rathaushalle

Die Schura Bremen ist der Dachverband der islamischen Gemeinschaften in Bremen. Er hatte zum Ende des Ramadan am 23. März 2026 zum festlichen Empfang in die obere Rathaushalle eingeladen. Durch den Abend führte als Moderatorin Merve-Nur Kilinc-Cakir. Nach einer Koranrezitation von Dr. Muhammed Fadil sprachen nacheinander

  • Dr. Andreas Bovenschulte, Bürgermeister der Stadt Bremen, 
  • Dr. Bernd Kuschnerus, Bremische Evangelische Kirche,
  • Netanal Teitelbaum, Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinde Bremen,
  • Abdulkerim Sari (Festvortrag)
  • Murat Celik, Islamische Religionsgemeinschaft Schura

Das Abschlussgebet sprach Imam Bilal Güney.
Auf der Oud spielte Zeki Kara.

Wie jedes Jahr so fand auch dieses Jahr zum Ende des Ramadan im Rathaus Empfang statt. Jedes Jahr im Wechsel sind verantwortlich die „Schura“ und die „Islamische Föderation“ als die beiden großen zentralen Dachverbände islamischer Gemeinschaften in Bremen und Bremerhaven. Mit ca. 70.000 Muslimen im Land Bremen vertreten sie einen erheblichen Anteil der ca. 670.000 Einwohner Bremens und bilden einen beachtlichen Faktor in religiöser, kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht.

Die herrliche obere Rathaushalle war wieder voll mit zahlreichen geladenen Gästen aus Bremens Gesellschaft, wie Vertretern der Kirchen, der Regierung und des Parlaments und der Wirtschaft. Auch diese Jahr wurden Vertreter der Palästinensischen Gemeinde Bremen und Umzu, Vertreter der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft als Gäste offiziell begrüßt. Diese Jahr war die Schura für das Programm zuständig. Durch die Veranstaltung führte gekonnt souverän Merve-Nur Kilinc-Cakir, die Tochter des früheren hoch angesehenen verstorbenen Vorsitzenden der Schura Mehmet Kilinc, die nach einer Koranrezitation durch Dr. Muhammed Fadil dem Hausherrn traditionsgemäß Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte für ein Grußwort das Wort gab.

Als interessanten Höhepunkt hielt Abdulkerim Sri einen ausführlichen Vortrag über die Geschichte der Integration der Muslimischen Gemeinden in Bremen vom Beginn der Ankunft der ersten türkischen „Gastarbeiter“ in Bremen bis zur heutigen Organisationsform. Interessant waren in diesem Zusmmenhang die Ausführungen, daß Bremen bei der Integration eine bundesrepublikanische Vorreiterrolle hatte, da ein derartiger Ramadanempfang im Rathaus zum allerersten Mal in der Regierungszeit von Bürgermeister Dr. Henning Scherf stattfand. Nach einer weiteren von viel Beifall bedachten Zwischenmusik mit der Oud von Zeki Kara nahm der Vorsitzende der Schura Murat Celik das Wort. Er wies in seinen Ausführungen darauf hin, daß es in Sachen Integration vor dem Hintergrund der aktuellen bundesrepublikanischen Entwicklung noch viel zu tun gäbe. Wie schon vor zwei Jahren nahm er in seiner Rede kein Blatt vor den Mund und verurteilte deutlich völkerrechtswidrige Kriege und autoritäre Entwicklungen, die den Frieden in der Welt zunehmend bedrohen und Völkerverständigung verunmöglichen. Nach einem Abschlußgebet des Iman Bilal Güney gab es im Festsaal einen Empfang, bei dem es die Gelegenheit zu zahlreichen Geprächen und Begegnungen gab.

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